Wie wir alle mittlerweile wissen, gibt es eine Pandemie mit dem pösen H1N1-Virus, der die Schweinegrippe (die man jetzt gar nicht mehr so nennen soll ... Neue Grippe klingt eh viel besser...) verursacht.
Der Staat hat Millionen Impfdosen besorgt, was einen bestimmten amerikanischen Pharmakonzern sicher sehr freuen wird. Es hat zwar auch Vorteile für die beiden Standorte in Österreich, aber wenn jemand realistisch nachgedacht hätte, wäre am Ende der Überlegungen sicher herausgekommen, dass bei weitem nicht so viele Dosen gebracht werden, wie jetzt vorrätig sind.
Schließlich hat sich schon bei der ach so schlimmen Vogelgrippe vor einigen Jahren so gut wie niemand darum bemüht, eine Schutzmaske oder das ominöse Tamiflu zu besorgen. Laut meinen letzten Informationen werden die gammeligen Masken mittlerweile verschenkt, wenn man sich in der Apotheke ein Grippemittel besorgt. Wer will nochmal, wer hat noch nicht? 
Schon das Gesundheitspersonal war nicht sehr begeistert bei der Impfaktion dabei. Sollten laut geäußerte Bedenken und Äußerungen, dass sich mehr als die Hälfte der Leute nicht impfen lassen, nicht zu denken geben?
Aber die Impfbegeisterung sinkt auch in der restlichen Bevölkerung schon wieder. Bin mal gespannt, ob die Durchimpfungsquote der Influenza-Impfung erreicht wird?
Das die WHO überhaupt die höchste Pandemie-Warnstufe ausrufen konnte ist nur darauf zurückzuführen, dass zuerst die Richtlinien geändert wurden. Wo es vorher geheißen hat, dass eine Massenerkrankung mit einer ernstzunehmenden Zahl an Todesfällen die Stufe 6 kennzeichnen, ist es jetzt nur noch die Massenerkrankung. Warum muss man Panik verbreiten, wo überhaupt kein Grund dafür besteht?
Aber weil da ja auch Vertreter der Pharmaindustrie drinnen sitzen, ist es nur verständlich, dass die Stufe angehoben wird, damit möglichst viele Leute laufen und sich impfen lassen, damit ein paar Firmen ihren Gewinn steigern können.
Wenigstens haben die Medien mittlerweile mit der Panikmacherei aufgehört. Die Titelseiten einer bestimmten Massenzeitung und ihrer Konkurrenz im Großformat waren zeitweise einfach nicht mehr auszuhalten. Was da für sinnloser Blödsinn draufgestanden ist, jeden halbwegs vernunftbegabten Menschen muss es da doch schütteln, oder nicht?
Und heute steht auf der verlässlichen ORF-News Seite, dass es mittlerweile bis zu 45.000 Erkrankte in ganz Österreich gibt. Es handelt sich dabei zwar nur um eine Hochrechnung, aber scheinbar ist das ganz furchtbar. Zählt jemand jedes Jahr die Menschen, die an der normalen Grippe erkranken, bzw. werden die Zahlen so medienwirksam verkündet? Ich kann mich zumindest nicht erinnern ...
Drei Tote gibt es auch schon zu beklagen, aber wieviele Menschen sterben jedes Jahr an der normalen Influenza? Ich bin ziemlich sicher, dass das mehr sind. Sicher haben wir die Grippesaison noch nicht hinter uns und es wird noch viele Kranke und vielleicht auch noch Tote geben, aber ich bezweifle stark, dass sich H1N1 mit der Influenza messen kann.
Und das hauptsächlich jüngere Menschen erkranken braucht auch nicht wirklich verwundern, weil gerade die noch nicht so viele Antikörper gegen das Grippe-Virus (welches auch immer) aufbauen konnten.
Die drei bisher verstorbenen Österreicher hatten alle eine chronische Krankheit, oder verstarben an einem (zwei Tage verschleppten?) Herzinfarkt. Bei chronisch kranken Menschen ist klar, dass das Immunsystem geschwächt ist, die sollten sich eben impfen lassen, oder nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Impfen ist wahrscheinlich die einfachere Lösung ...
Ich bin jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und mir fallen eigentlich nicht überdurchschnittlich viele Kranke auf. Außerdem liegt man mit einer Grippe ja normalerweise im Bett, also ist die Ansteckungsgefahr in der Öffentlichkeit ziemlich gering. Fremden Leuten gebe ich auch ziemlich selten die Hand, also fällt die Möglichkeit auch weg. Und wenn ich noch jeden Tag Actimel trinken würde ... Ach nein, lassen wir das. 
Katsumi